2018-2019 waren für den Komponisten Werner Schulze “Heilige Jahre”: “Passio” wurde 2018 in Klausenburg und Hermannstadt (Rumänien) aufgeführt, “Cantico di Frate Sole” (Text: Franz von Assisi) 2019 in Grünbach und Brno (Tschechien). Beide Werke sind tragende Säulen der Werkgruppe “Theology on Stage”, beide sind Kompositionen für Solo-Sopran und Ensemble.

2020 kommt es zu einer Änderung, denn Skurilles, Komödiantisches, um nicht zu sagen “Lausbübisches” wird passieren. Zum einen die Wiederkehr des Trios für Bariton, Fagott und Klavier “Sketches & Catches” (Text: der Komponist), zum anderen die Uraufführung von “Trygaios” (Text: der Komponist), einem Auftragswerk der Heimatstadt Schulzes: formal eine Mono-Mini-Oper, inhaltlich eine ernste Komödie. Auffallend ist, dass beide Werke für ein Ensemble mit Solo-Bariton sind.

“Sketches & Catches” und “Trygaios” sind vereint zu erleben im Konzert am Samstag, 19. September 2020, 19.09 Uhr, in Gmünd/Kärnten. Wenige Tage danach, am Mittwoch, 23. September 2020, 19.30 Uhr, wird “Trygaios” im Museum St. Peter an der Sperr in Wiener Neustadt aufgeführt.

Warum Gmünd, Österreichs Künstlerstadt? Unter dem Titel „Wegmarken“ widmet das Pankratium Werner Schulze eine von 11. September bis 11. Oktober 2020 anberaumte Personale, die eine Ausstellung, ein Konzert und einen interaktiven Seminar-Vortrag umfasst.

Zum „Trygaios“: Das Werk thematisiert, basierend auf der Komödie „Eirene“ des Aristophanes, die Sehnsucht nach dem Frieden. Es musizieren Lehrkräfte der „Josef Matthias Hauer-Musikschule“ der Stadt Wiener Neustadt (Kurt Franz Schmid – Klarinette, Cordula Schröck – Violine, Stefan Teufert – Violoncello, Raphaela Schober-Lengyel – Klavier, Johannes Tremel – Schlagwerk), es singt Rupert Bergmann, präsent in zahlreichen großen Rollen zeitgenössischen Musiktheaters, aber auch bekannt z.B. als Tevye in „Anatevka“ (Seefestspiele Mörbisch 2014).