Startseite arrow KOMPOSITIONEN arrow Credo
ZUR PERSON
AKTUELLES
KOMPOSITIONEN
PUBLIKATIONEN
VORTRÄGE
DITHYRAMBOS
HARMONIK
LOGOS EDITION
MEDIA
 
Last update: 29.09.2011
 
Credo
Credo [DE]
Bó-yá spielte Quín. Zhõng Zí-qí hörte zu. Bó-yá hatte am Beginn des Musizierens ein hohes Gebirge im Sinn. Zhõng Zí-qí sagte: Herrlich! Dein Qín-Spiel, so steil und prächtig wie das hohe Gebirge.
Nach einer Weile hatte Bó-yá beim Musizieren das fließende Wasser im Sinn.
Zhõng Zí-qí sprach: Herrlich! Dein Qín-Spiel, so wogend und wallend wie Fluss und Strom.

Nachdem Zhõng Zí-qí gestorben war, zerbrach Bó-yá das Instrument Qín
und schnitt die Saiten ab. Bis zum Lebensende spielte er nie mehr Qín.
Seiner Meinung nach gab es in der Welt niemanden, für den er noch Qín spielen konnte.

Dieser Text deutet eine tiefe Weisheit an: Für einen einzigen Menschen komponierte und gespielte Musik hat ihren Wert und ihre Bestimmung genau darin, dass sie für diesen Einzigen geschaffen wurde. Sie ist insofern in herausragender Dimension Sinnerfüllung sowie Zeugnis und Geschehnis von Liebe.

Auch ich habe Kompositionen geschrieben, die nur für einen oder zwei Menschen Bedeutung haben.


Immer mehr bin ich davon überzeugt, dass das Ziel unseres Daseins darin besteht, Schritt für Schritt ein besserer Mensch zu werden. Nur ein besserer Mensch kann auch ein besserer Komponist werden. Ob diese Aussage allgemein gilt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber sie gilt für mich.

 

 


Komponieren

Dem Spannungsverhältnis der Töne nahe sein. Gewichtungen erfahren. In die Dauern der Töne hören. Tonfarben zeichnen. Akustische Täuschungen erkunden. Form spüren.

mehr »
 
Credo [EN]

TO COMPOSE MUSIC

To be intimately involved with tension in the relationships between the tones. To experience priorities in their simultaneity. To listen attentively into the duration of the tones. To be able to paint with the colours of the tones. To feel the form.

mehr »
 

Aktuelles
siehe auch